Der Kulturpark Glashütte Buhlbach

Wer die Glashütte in Buhlbach besucht, begibt sich auf eine Zeitreise 250 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Das alte Handwerk der Glasmacher soll hier wieder lebendig werden. Eine von Glas und Holz geprägte Zeit wird dem Besucher in diesem lebendigen Museum vor Augen geführt. Dank der vielen freiwilligen Helfern ist dieser historische Zeitzeuge zu neuem Leben erwacht und lässt uns an einem Stück alter Tradition und Geschichte teilhaben.
Bild der Glashuette Buhlbach in Baiersbronn im Schwarzwald mit Dora-Luise Klumpp

Der Kulturpark Glashütte Buhlbach gleicht der Zeitreise in eine Welt aus Holz und Glas:

Eine Reise zurück in 250 Jahre Glas- und Kulturgeschichte. Eine Reise in den Schwarzwald von dem die Holzfäller, Säger, Köhler, Harzer, Aschebrenner und auch die Glasmacher lebten.

Eine Reise mit Geschichten über Menschen und ihr hartes Leben in und mit der Natur. Von Angang Mai bis Ende Oktober werden die Besucher von Mittwoch bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr erwartet und betreut. Jeweils um 14.30 Uhr findet an den Öffnungstagen eine Führung statt. Gruppen sind ebenso wie Schulklassen gerne willkommen, nach vorheriger Anmeldung.

1758 wurde die Glashütte Buhlbach gegründet. Unter der Familie Böhringer begann 1788 eine blühende Glasindustrie. Mit der Herstellung des Buhlbacher Schlegel, der bis zum Zarenhof nach Sankt Petersburg exportiert wurde, erreichte die Glashütte überregionale Bedeutung. Was der Buhlbacher Schlegel ist, warum das Märchen ‚ Das kalte Herz‘ von Wilhelm Hauff und die Weinwaage von Ferdinand Öchsle für die Glashütte Buhlbach von Bedeutung sind und wie es 1909 zum AUS der Glashütte kam und was danach geschah, erfahren die Besucher durch die Zeitreise-BegleiterInnen oder können sie bei den zahlreichen Veranstaltungen erleben.

Dann wird man auch verstehen, was die Gründer der Glashütte mit den heutigen Förderern und dem Freundeskreis gemeinsam haben! Damals wie heute waren Durchhaltevermögen, „dicke Bretter bohren“, Erfindergeist, Visionen und Ziele und ein grandioses, unbeschreibliches Engagement Grundlage für den Erfolg. Die besondere und außergewöhnliche Konzeption überzeugte die Gremien, so dass der Kulturpark zum LEADER-Leitprojekt wurde. Als Besitzer und Bauherr unterstützt die Gemeinde Baiersbronn dieses einzigartige Projekt, das erst durch die Initiative des Fördervereins möglich wurde. Der Verein fungiert nun als Betreiber.

Was gibt es zu sehen? Die Besucher erleben im Gesteinsmahlhaus, in dem einst durch Wasserkraft angetriebene große Mahlsteine, Sand hergestellt haben, das Leben der Arbeiter im 18. und 19. Jhd., ihre Wohnungen und die Schule.

Im neu fertiggestellten Turbinenhaus wird anhand eines über 6meter langen Modells einer Schwallung das Thema Wasser als Transportmittel dargestellt! Ein Kartenpaternoster hält viele weitere Informationen bereit. Im Glasmacherraum findet man die Grundmaterialien, viele Exponate und alles zum Thema Glasherstellung.

Im Ehrenamt angefertigt wurde das Modell der Glashütte, das sowohl die Größe der gesamten Anlage zeigt wie auch, die momentan vorhandenen Gebäude. Das Besondere: am Modell wird vor Ort immer wieder gearbeitet, weitere Gebäude, die früher hier standen, werden detailgenau nachgebaut.

Während der Öffnungszeiten kann den Tag über ein Film übers Glasmachen angeschaut werden.

Wer sich eine kleine Erinnerung mitnehmen möchte, wird bestimmt im Glasshop etwas finden. Hier gibt es von Glaskreiseln über mundgeblasenen Einzelstücken, Bücher zur Region auch das Glasmacherzeichen als süßen Genuss.

Und dann - ein weiteres Highlight: Die gemalte Zeitreise! 24 gemalte und beleuchtete Glastafeln zeigen Szenen aus dem Leben der Glashütte und die Geschichte…. (Konzept: Sabine Rothfuss, gemalt von Dora-Luise Klumpp)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Der Buhlbacher Schlegel

Mitte des 19. Jahrhunderts spezialisierten sich die Glasmacher aus Buhlbach auf die Grünglasproduktion. Ihre Arbeit beschränkte sich fortan auf die Herstellung von Flaschen. Schon bald wurde eine Sektflasche entwickelt, die sich in Qualität und Haltbarkeit von allen anderen Flaschen abheben konnte: der Buhlbacher Schlegel. Nicht umsonst füllten Kessler, Henkel und Kupferberg ihre edlen Tropfen damals in Buhlbacher Flaschen ab. Während der Blütezeit der Glashütte wurden jährlich ca. 2 Millionen Champagnerflaschen Mund geblasen. So konnte sich dank dieser Flaschen aus dem einstiegen Unternehmen eine dorfartige Siedlung entwickeln, die wir auch heute noch in Teilen bestaunen können.

Schwarzwald Plus Karte

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Eintritt in den Kulturpark Glashütte Buhlbach.

Öffnungszeiten

Mai - Oktober jeden Mittwoch bis Sonnstag 11 - 17 Uhr

Tägliche Führung um 14.30 Uhr

Für Gruppen ab 10 Personen oder Schulklassen individuelle Führungstermine nach Absprache, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Eintritt

5,50 €
(Kinder unter 6 frei; von 6- 16 und darüber mit Schülerausweis 3,00 €)

Führung: Erw. 5,00 € (zzgl. Eintritt)
(Kinder und Schüler frei.)

Größere Gruppen auf Anfrage

Die Zukunft der Glashütte

Quelle: Förderverein Glashütte-Buhlbach e.V.

Weitere Informationen:

07442 / 8414-0
07442 / 8414-48