Friedrichstal

Luftkurort / Höhe: 560 - 700 m / Einwohner: ca. 468

Die Geschichte des heutigen Friedrichstals beginnt im Jahr 1761 mit dem Bau eines Hochofens. Weiter talaufwärts im Christophstal wurde bereits seit 1550 Eisenerz verarbeitet. Doch dort litten die Werke zunehmend unter Platzproblemen und so wurden die Anlagen einfach weiter talabwärts verlegt. Im Jahr 1808 erhielten sie zu Ehren des neuen Königs von Württemberg den Namen Friedrichstal. Der damalige Verwalter der Hüttenwerke, Bergrat Friedrich August Pulvermüller, entwickelte mit Hilfe einer neuen Raffiniertechnik einen Stahl von besonderer Güte, der sich besonders für die Herstellung von scharfem Werkzeug eignete. Die Friedrichstäler Sensen zeichneten sich durch eine so hohe Qualität aus, dass sie in verschiedensten Formen und Ausführungen weltweit exportiert wurden. Bis zum großflächigen Einsatz von Mähmaschinen im 20. Jahrhundert waren Sicheln und Sensen unverzichtbare Werkzeuge in der Landwirtschaft. Die Schwäbischen Hüttenwerke beschäftigten in ihren Werken bis zu 250 Arbeiter, die mit ihren Familien auch in Friedrichstal wohnten. Im Schmiedemuseum „Königshammer“ wird nicht nur die Sensenproduktion dargestellt, sondern am Schmiedefest kann auch ein originaler Schwanzhammer bei der Arbeit bestaunt werden. Wer den Erlebnispfad „Im Tal der Hämmer“ entlangwandert, kommt auch an der Grube Sophia vorbei, ein historisches Bergwerk, das im 18. Jahrhundert aufgegeben wurde und erst 1995 wieder entdeckt wurde.

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